Die flexible Schuleingangsphase

Seit dem Schuljahr 2004/ 2005 unterrichten wir die Kinder des ersten und zweiten Jahrganges in der flexiblen Schuleingangsphase.
Für uns eine spannende Herausforderung, in die wir viel Arbeit und Zeit investiert haben – von deren Ergebnis wir aber überzeugt sind und bestätigt wurden.

Was führte uns zu dieser Entscheidung?

Nach langen Diskussionen im Kollegium, den Klassenpflegschaften und der Schulpflegschaft beschloss die Schulkonferenz im Frühjahr 2003, dass der Start in die neue Schuleingangsstufe mit Beginn des Schuljahres 2004/ 2005 beginnen kann.

Dieser Entschluss ergab sich aus folgenden Vorüberlegungen:
Die neuen Richtlinien und Lehrpläne in NRW sind sicherlich entscheidend von einigen bildungspolitischen Veränderungen und Überlegungen der letzten Jahre geprägt worden.
Das Verfahren zur Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfs wird verändert, die Schulkindergärten werden abgeschafft, die Forderung nach nationalen Bildungsstandards wird immer lauter und die PISA-Studie zeigt mit erschreckender Deutlichkeit, wo deutsche Schüler im internationalen Vergleich stehen.

Die neuen Richtlinien von NRW haben reagiert und bieten neue Möglichkeiten und Wege, die es in anderen europäischen Ländern schon lange gibt, die aber auch in Deutschland schon lange erfolgreich genutzt werden.

Was bedeutet „flexible Schuleingangsphase“?

Es handelt sich bei dieser Konzeption nicht um etwas grundsätzlich Neues, es geht aber andererseits auch nicht in die „alte Dorfschulzeit“ zurück, in der die Kinder zwar -scheinbar- jahrgangsgemischt, aber dennoch in Abteilungen unterrichtet wurden.

Kein Kind, das schon lesen oder schon im Zahlenraum bis 20 rechnen kann, muss auf die Kinder warten, die sich die Buchstaben und Zahlen erst noch erarbeiten müssen. Und kein Kind, das nicht so schnell lernen kann, muss den anderen Kindern hinterher hetzen um den Anschluss zu halten.

Bei uns steht vor allem das selbstständige Lernen sowie das Lernen miteinander und voneinander im Vordergrund. Die Kinder arbeiten sehr erfolgreich gemeinsam, aber auch individuell.
Das Wichtigste aber ist, dass jedes Kind in seinem persönlichen Tempo und nach seinem eigenen Leistungsvermögen lernen und arbeiten kann.